Die Puszta
Stundenlang
kann man die Puszta durchstreifen, ohne daß sie sich verändern
würde. Das Land ist ein riesiger fruchtbarer Acker, entweder mit Mais,
Weizen, Sonnenblumen, köstliches Gemüse und Paprika, Wein oder
Obst bestellt. Dann und wann sieht man in der Ferne eine große Gänsekolonie,
manchmal mit verschiedenen ländlichen Düften oder einen Reiter,
der sein Pferd an einem alten Ziehbrunnen tränkt, oder die Hirten,
die ihre Schafherden in die Puszta treiben. Am frühen Morgen kann
häufig beobachtet werden, wie die einfachen Bauern mit ihren unterschiedlichen
Tieren aus den Dörfern ziehen, es können ein paar Kühe sein,
oder Schafe, dazu vielleicht noch einige Ziegen. Schwein und Gefieder macht
sich meist selbständig auf den Weg. Raubvögel sitzen auf Telegrafen-masten
und beobachten vereinzelt Pferdefuhrwerke mit geruhsamen Kutschern. Mensch
und Natur sind hier eng miteinander verbunden. Im Land stehen vereinzelt
kleine Gehöfte, ein Haus mit zwei, drei Hütten dabei, meist von
Bäumen umgeben, die vor der Hitze schützen, oft danebenstehend
ein Ziehbrunnen, der in die Tiefe geht. Die Puszta ist die größte
Landschaft Ungarns und nur teils touristisch entdeckt. Für den Individualtouristen
ist sie ein Paradies, Sehnsüchte können hier gestillt werden.
In Tiszafüred
(Heilbad und Thermalbad: Physiotherapie, ärztl. Behandlung möglich)
- (ca. 40 km);
Tiszacsege
(Thermalbad: das Wassser wird für die Behandlung von Rheuma, Gelenk-
und Hautkrankheiten empfohlen) - (ca. 20 km);
Haidúszoboszló
(gerade für Rheumakranke) - (ca. 40 km) und
Debrecen(ca.
50 km) speisen unterirdische Heißwasservorräte die Brunnen
der Heilbäder. Z.B. wurde in Hajdúszoboszló 1920
eine Quelle entdeckt, deren Wasser sich bei der Heilung von Wunden als
besonders wirksam erwiesen hat. In
Tiszasüly
( Schlamm mit Heilwirkung).
Die Hortobagy Puszta(30
km entfernt)
Ein relativ
großer naturgeschützter Flecken, wo die alten Lebensweisen in
alter Landschaft für den Touristen kultiviert wurden, aber der Tourismus
wird stark in seine Schranken verwiesen. Die Puszta kann in langen
Sparziergängen durchstriffen werden oder es kann an organisierten
Programmen teilge-nommen werden, z.B. mehrtägige Rad- und Reitlager
– Zeit genug mit der Natur und mehr richtig zusammenzuwachsen. Zudem können
virtuose Reiter mit traditionell gekleideten Csikós im Galopp mit
ihren langen Peitschen, die zischend durch die Luft wirbeln auf der
weiten Wiese bewundert werden (Aufführung für die Besucher).
Man kann auch beobachaten, wie große Herden von Pferden in die Puszta
getrieben werden.
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In der Hortobagy
ist das Hirtenmuseum und die Nationalpark-Ausstellung besuchenswert.
Eine wichtige Basis des Nationalparks von Hortobágy ist Nagyiván,
eine Siedlung inmitten des Hortobagy. Im Eingangsgebäude des Nationalparks
befindet sich eine Folklore-Sammlung. Ganztägige Aus-flüge
werden in die Puszta organisiert, wobei die berühmte Brücke mit
den „neun Löchern, die Neun- bogenbrücke (Kilenclyukú
hid), eine unter Denkmalschutz stehende Csárda besucht werden kann.
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In Mata
(ganz in der Nähe) finden die Reitertage und Pferdevorführungen
statt, hier werden die be- rühmten Nonius
Pferde gezüchtet, Reitmöglichkeiten
stehen zur Verfügung. In der Umgebung grasen bullige Graurinder
und Zackelschafe. Ungarn ist bemüht, viele alte Arten von Tieren zu
erhalten, wie z.B:. Das Wasserbüffelreservat
und die Graurinder
im nördlichen Teil ist auch zu besuchen.
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Mezökövesd(ca.
40 km entfernt) ist berühmt für seine Stickereien mit bunten
Blumenmotiven. Liebhaber dieses farbenprächtigen Kunsthandwerkes lernen
im Matyó-Museum viel über den Ursprung – zu sehen sind die
prächtigsten Exemplare.
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Tiszacsege
(ca. 20 km entfernt). Eine Siedlung am nordwestl. Rande des Nationalparks,
über Nebenstraßen erreichbar. Das älteste volkstümliche
Baudenkmal der Hortobagy Puszta ist hier zu sehen. Ein Thermalbad mit großer
Heilwirkung ist hier zu finden. Auch eine romantisch, interessante
Schiff-Fahrt
vom Hafen in Tiszacsege nach Tiszabábolna, Tiszafüred, Kisköre
und Tokaj ist ab 1. Mai bis Ende September, bei gutem Wetter auch
im Oktober möglich.
Tiszafüred
(sehenswert das Museum Kiss Pál, das Kemény-Schloß,
die reformierte Kirche, Nyúzó-Gáspár-Töpferhaus,
Freibad und Thermalbad mit Wasser von 39 Grad Celsius) - (ca.
40 km entfernt), etwas außerhalb der Hortobagy. Einer der beliebtesten
Urlaubsorte an der Theiß. Großes Sportangebot und idyllische
Badeplätze, gute Angelmöglichkeiten an bewachten Plätzen.
Die Theiß-Seen(ca.
40 km entfernt) sind ein verlockendes Reiseziel, inmitten der weiten
ungarischen Tiefebene wurden diese Seen angelegt. Das einmalig interessante
Gebiet, das durch die Stauung des Flusses Theiß entstanden ist und
127 Quadratkilometer umfaßt, ist einzigartig. An bestimmten Stellen
begegnet man Segelschiffen, Surfern, Sonnenbadenden.
Dann einige
Kilometer weiter ist der Reisende von der zauberhaften Schönheit der
Natur geblendet. Auf der größten Seewiese blühen die See-
und Sumpfrosen, streng geschützte Wasserkastanien. Am Ufer stehen
Weiden, deren Zweige der Baumkronen kleine Zelte bilden. Vögel schießen
fliegend aus der Höhe herab. Eine Landschaft, in der die Natur unberührt
geblieben ist.
Liebhaber des Wassersports und der sonnenüberfluteten
Stränden, alternativ aber
auch Naturfreunde und Wissenschaftler, die die Vogel- oder Pflanzenwelt
erkunden
möchten und die Stille suchenden Angler ( Info: der mittlere Teil
der Teiß-Seen, ist
Ungarns größte zusammenhängender Angelsee) können
ihrem Vergnügen
nachgehen, oder Entdeckungsreisende mit dem Kanu. Die Theiß-Seen
können per
Boot erkundet werden, so offeriert der See seine verbogenen Schätze.
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·Strand
von Abádszalök:
Die zusammenhängende 14 Quadratkilometer umfassende Südbucht
der Theiß-Seen ist einmalig in Europa. Dieser Teil kann auch mit
Motorbooten befahren werden und wird somit zum Paradies der Wassersportbegeisterten.
Die Windverhältnisse sind für Surfer und Segler optimal. Motorbootfahrer
und Liebhaber des Wasserski´s kommen ebenfalls auf Ihre Kosten. An
den sanft ansteigenden Hängen des Ufers ist die Hochsommer-Atmosphäre
geprägt von Menschen die von der großen Wasserrutsche ins Wasser
plumpsen. Manch sonnengebräunter und im warmen Sand liegender Urlauber
kann sich sogar vorstellen, dies sei eine Meeresküste. I
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Poroszló
(Badestrand, Wassersport, für Naturfreunde: üppige Flora, Angelsport)
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In der Nähe
(im nördlichen Teil des Sees in der Bucht von Tiszavalk,
zwischen Poroszlo nach Mezökövesd ) ist ein großes Vogelreservat
auch mit einigen seltenen Vogelarten. Die Ungarische Gesellschaft für
Ornithologie und Naturschutz bietet geführte Wanderungen zur Vogelbeobachtung
und zum Naturschutz der Region an. Manche Bereiche dürfen nur mit
dem Boot erkundet werden. Eine Vogelwelt sondergleichen hat sich hier angesiedelt.
In der Auenlandschaft, die Nahrung, Fische und Käfer bietet, ließen
sich zahlreiche Vogelarten nieder. Bevor man jedoch ins Schilfdickicht
ausweicht, ist es ratsam, sich eine Karte zu besorgen, denn man kann sich
sonst leicht in diesem zauberhaften Labyrinth verfahren. Auch die hier
einst ausgestorbenen Biber und Otter leben wieder in der Theiß-Region.
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Borsodivánka,
Negyes, Tiszavalk, Tiszabábolna, Tiszadorogma, Aroktö, Tiszacsege
und
Egyek kleine Siedlungen, die viel Ursprüngliches
bewahrt haben
Das Erleben der Puszta, hier die Auwälder entlang der Theiß
und die Sümpfe und
Fischteiche von Hortobagy, die Beobachtung der in Europa einmalig streng
naturgeschützten Vogelwelt dieser Region ist eine unvergeßliche
Erfahrung.
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Die
üppigen Wälder der Überschwemmungsgebiete
(z.B. bei Kisköre)
sind beliebte Jagdreviere. Während der Wanderung kann man von Wildschweinen
überrascht werden, Hasen oder Fasane werden aufgescheucht. Das gefährlichste
Raubtier dieser Gegend ist die Wildkatze. Obwohl sie sich nur sehr selten
blicken läßt, fühlt der ziemlich korpulente Rehbock
die Herrscherin dieser Zone ständig im Nacken. Rote Füchse
sausen auf dem engen Pfaden, ein Hermelin äugt aus dem Gebüsch.
Vom Damm her betrachtet man das faszinierende Bild der riesigen Wasserober
fläche. Legt man jedoch einige Meter zurück, verdeckt das üppige
Grün der Natur den glitzernden Wasserspiegel, um dann wieder wie ein
sonnenüberflutetes Meer zum Vorschein zu kommen.
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Museen, Heimatmuseen:
in Ároktö, Kisköre, Poroszló, Tiszacsege, Tiszafüred.
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Újlörincfalva:
Diese Siedlung wurde von den Bewohnern von Óhalász,
das bei einem Hochwasser zerstört wurde, zu Beginn dieses Jahrhunderts
errichtet. Die Überreste des zerstörten Dorfes können auf
einer der Inseln besichtigt werden.
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Sarud:
liegt am Ufer des Sarud-Beckens und ist für Wassersportbegeisterte,
Drachenflieger-Fans (eine Anlage direkt am Ufer) und Angler bestens geeignet.
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Kisköre:
Staudamm mit Stauwerk, Wasserkraftwerk und Schleuse. Dies Anlage kann nur
mit Führung besichtigt werden. Der Blick auf das Stauwerk und den
See vom Ufer der Theiß ist unvergeßlich.
Debrecen(
50 km entfernt). Eine lebendige, stolze Stadt mit buntem Treiben auf
den Straßen. Im Zentrum internationaler Flair darunter ein Geschäftsviertel,
mit Läden westlicher Güter und französischem Design. Debrecen
eine im Karpatenbecken liegende Provinz- u. Universitäts-Stadt. Berühmt
auch durch die paprikaroten würzigen Debreziner-Würstchen. Ein
Besuch lohnt sich wegen seiner vielen verschiedenen Museen, Denkmälern,
dem CSOKONAI THEATER als breites gezacktes Gebäude aus ineinander
verschobenen Elementen und fünfeckigen Säulen, den vielfältigen
Kunstausstellungen und dem schönen Ausflugsgebiet durch den Badesee
und dem
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Thermal-Heil-Bad
mit kochsalz-, jod-, und bromhaltigem Wasser (unter großen Bäumen
ein Baden im gesunden Wasser) – die Anlage hat sowohl Hallen- wie auch
Freibäder, die für über 3000 Badegäste und über
2000 Behandlungen ausgelegt sind. Die Wasserfläche im Freien mißt
5.000 Quadratmeter, der Park drumherum 74.000 – hier kann man sich wirklich
gut aufhalten, hier im nahen Stadtwald als Erholungsgebiet.
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Unter dem großen
Wald ist ein unterirdischer See, der all
die Baume des Waldes und die Menschen in Debrecen mit Trinkwasser versorgt.
Im Wald gibt es einen stillen Ruderteich, ein Lunapark, ein Zoo mit Tieren
aller Kontinente, einige Gaststätten. Einige Restaurants sind in schönen
Sälen untergebracht. Die Speisen sind anspruchsvoll.
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Eine mächtig
große reformierte Kirche, gebaut
zwischen 1805 und 1823 mit Kuppel-Türme liegt im Zentrum der Stadt.
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Große Ereignisse:
die Jazztage
im Juli und das Blumenfestival
am 19.08.
Von Debrecen
aus kann man den wilden Osten Ungarns entdecken.
Die in der
Nähe des Wohnortes leicht erreichbaren Zemplener
Berge mit dem Cserhát
und Bükkgebirge
prägen reizvoll den Norden Ungarns. Die hügelige Landschaft verschmelzt
sich mit den Zemplener Bergen bis ganz in den Nordosten Ungarns.
Wie eine abgegrenzte
Insel hebt sich aus dem Cserhát beeindruckend das Bükk
hervor. Breite Hochebenen, hohe Felswände, dichte Wälder, Schluchten,
Täler, reiche Tier- und Pflanzenwelt, zahlreiche Höhlen: Beim
Durchstreifen darf man sich frei und leicht fühlen. Höchste Erhebung
958 m ist der Istállos-kö (unter seinem Gipfel macht sich ein
Plateau breit – es prägt die Landschaft). Kalk ist das Hauptelement
des Gebirges, daher viele Höhlen, große Krater, die teilweise
von Blumen bewachsen sind. Das Plateau wird gut geschützt und bildete
den Bükk-Nationalpark.
Szilvásvárad(ca.
60 km entfernt) direkt am Rande das Bükk-Nationalparkes. Spazierwege
zum Wasserfall (besteht selbst aus mehreren, kleinen Kaskaden).
Pferdeliebhaber
erfreuen sich, denn hier werden Lipizzaner
im bekannten Gestüt erfolgreich schon seit 1952, gezüchtet (Reitstunden
und Kutsche-Fahrten möglich), außerdem gibt es auch ein
Museum. Das Szalajka-Tal ist
mit seiner Fauna und Flora, seinen Wasserfällen und Höhlen die
Perle des Bükk-Gebirges, muß aber zu Fuß erwandert werden.
Lillafüred(ca.
45 km entfernt) in den Bergen des Bükk-Nationalparkes nahe Miskolc
(von Felshängen und Waldkuppen eingeschlossener Kurort). Ein kleiner
Stausee spiegelt die Berge. Von Lillafüred aus kann man ausgedehnte
Wanderungen beginnen, mit der Kleinbahn nach Miskolc fahren, zwei Höhlen
besuchen.
Miskolc(ca.
40 km entfernt) liegt in den östlichen Anfängen des Bükk-Gebirges,
vor ihr beginnt sich die Große Tiefebene zu entfalten und gut zu
sehen der 40 km entfernte spitz aufragende Tokaj-Berg.
Miskolc selbst
wurde lange Zeit als reizlose Industriestadt bezeichnet, wegen der hohen
Wohnblocks, die wie Stacheln aus den Hügeln des Bükk-Gebirges
ragen. Doch inzwischen wurde die Innenstadt angenehm hergerichtet. Alte
Häuser, die ihre vergangene Schönheit zeigen, sind schon renoviert.
Am Stadthügel „AVAS“ gibt es einige schummrige Weinkeller und gute
Restaurants. Einige Stadtteile liegen sogar im Bükk-Nationalpark.
Der Hösök tere, die Synagoge und die barocke Minoritenkirche,
liegen im Stadtkern dicht beieinander. Ebenfalls in der Nähe steht
die griech.-orthod. Kirche aus dem späten 18. Jh, die eine besonders
schöne Ikonostase besitzt. Ein Museum zeigt Geräte und Kunst,
die die orthod. Religion und Ungarn illustrieren. Auf dem Avashügel,
den man über angenehme Spazier-wege erreicht, steht die reformierte
Kirche aus dem 15 Jh, mit ihrem hübschen, einfachen Schindel-dach.
Ihr separat stehender Glockenturm, eine Holzkonstruktion auf einem Steinsockel
ist typisch für die reformierten Kirchen im östl. Ungarn.
Im südlichen Vorort Miskolc Tapolca
sollte man die Thermal-quellen und vor allem das Höhlenbad besuchen.
Westlich der Stadt liegt eine Burgruine. Die mäch-tige Burg mit ihren
vier Türmen beherbergt ein Museum und dient als Bühne für
Musik und Theater-ver-anstaltungen. Etwas weiter oberhalb wurde in den
Bergen der alte Palast von Lillafüred
in ein Hotel verwandelt, dessen sanftes Kaisergelb sich in den dunklen
Wassern des Hámor-Sees spiegelt. Erholungssuchenden bietet diese
Gegend verschiedene Möglichkeiten: Schwimmen, Rudern, Wandern, Höhlen
erforschen, Felsenklettern.
Den Aggtelekt
Park etwa 50 km nördl. von Miskolc
anzusteuern lohnt sich wegen des unterirdischen Höhlensystems, das
sich auf mehr als 22 km erstreckt (die größte Höhle des
Landes, das Höhlen- system ist schon ein oder gar zwei Millionen Jahre
alt). Sehr ruppige Landschaft; immer wieder wird die grüne Decke von
Fels zerrissen. Hier hat man nur Augen für das Unterirdische, die
ungarischen Eingänge in die Unterwelt in Aggtelek und Jósvafö.
In dieser Gegend gibt es noch viele Höhlen.
Das fern liegende
Cserhát
ist mehr ein auslaufendes Gebirge, erhebend bis zu 652 Meter, mit breiten
Tälern, in den Hängen bestellte Felder mit zunehmender Besiedlung.
Dieser reizvolle Teil Ungarns wird weniger von Reisenden entdeckt und ist
daher für den Tourismus nur leicht erschlossen.
Und die im
Nordosten anschließenden Zemplenerberge
mit den vielen Straßen, die nach Dörfern als Sackgasse in den
Hügeln enden, mit der abgeschiedenen Wildnis und den vielen geruhsam
sitzenden Greifvögeln, sind touristisch kaum erschlossen. Ausgenommen
z.B. Tokaj,
das gern bereist wird wegen seines süßlichen Weines, der an
den Südhängen der Zemplener Berge wächst.

Tokaj(40
km entfernt). Durch den weltberühmten Wein bekannt, oder der Ort
und der Berg, der weit über die Tiefebene hinausragt. Der Ort selbst
bietet wohl nicht gerade viel, aber das große Weinkeller-Museum mit
einem 700 Jahre alten Gewölbe und einer Gesamt-Ganglänge von
1,5 km lohnt sich zu besuchen (incl. Weinprobe), oder das Rákóczi-Dessewffy-Schloß.
Reste von der alten Burg sind in Tokaj noch zu sehen, sowie eine Kirche
griech.-orthod. Stils. Die Tokajgalerie in der Stadtmitte bietet lokale
Geschichte. Auch ein ausgeschilderter Bade-Strand ist hier zu finden.

Sarospatak(ca.
75 km entfernt) eine Stadt zwischen den Zemplener-Bergen und der großen
Tiefebene. Die dort befindliche Burg gilt als eines der wichtigsten Renaissance-Werke
des Landes.
Eger(70
km entfernt). Die bekannte Wein-Stadt (spezieller Wein „Stier-Blut“)
mit ihren Ruinen der Burg und den noch fast vollständig erhaltenen
Befestigungsmauern, bietet einen Panoramablick über ganz Eger. Der
alte Bischofspalast mit seiner Gemäldegalerie, Steinsammlung und Ausstellung
zahlreicher Burggegenstände. Die Kasematten und die Bastionen stehen
den heutigen Entdeckern und Atmosphäresuchern offen. Eger selbst in
österreichischer Barockprägung. Handwerker ließen sich
in der Stadt nieder und bauten reihenweise ihre malerischen Häuser,
die heute zumeist unter Denkmalschutz stehen. Anzuschauen ist noch die
Minoritenkirche die auf dem zentralen Dobó-Platz steht. Auf einer
kleinen Erhebung am Rand der Innenstadt liegt der Dom. Das Lyzeum ist auch
ein besonders prächtiges Gebäude mit einem 53 m hohen Turm. In
einem Thermalbad kann man sich noch verwöhnen (ein restauriertes reizvolles
türkisches Badehaus).
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